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Deutschlands Kinder werden immer dicker


Wie die WHO berichtet, stellt Adipositas (Fettleibigkeit)  eine der größten Herausforderung für die öffentliche Gesundheit im 21.  Jahrhundert dar. Besonders unter Kindern breitet sich die Epidemie mit  alarmierender Geschwindigkeit aus. In Deutschland ist bereits jedes  fünfte Kind übergewichtig – Tendenz steigend.

Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung sind die Hauptursachen für Übergewicht.
In Europa ist gut ein Drittel der Kinder adipös, was hohe Gesundheitsrisiken zur Folge hat: Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle,Typ-2-Diabetes, Osteoporose, um nur einige zu nennen. Dabei nehmen nicht  nur die einzelnen Körperteile auf Dauer schaden, auch die Seele leidet. In der Schule werden übergewichtige Kinder als Walross, Fettkloß oder  dicke Kuh beschimpft. Sie sind frustriert, trauen sich nicht mehr vor die Tür und trösten sich mit Chips oder Süßigkeiten.Teilweise haben die Kinder über 50 Kilo zu viel auf der Rippen.   Damit nimmt die körperliche und motorische Leistungsfähigkeit immer weite ab.  Eine tickende  Zeitbombe – auch für das deutsche Gesundheitssystem, denn die  übergewichtigen Kinder von heute sind die Patienten von morgen.
Laut  WHO steigt die Zahl der Adipösen besonders in Arbeiter- und  bildungsfernen Schichten.So sollen Menschen mit niedrigerem Einkommen  deutlich mehr Fleisch, Fett und Zucker zu sich nehmen als Menschen mit  einem  hohen Bildumgsniveau. Dieser Trend soll sich in den nächsten  Jahren noch weiter  verstärken.
 Doch wie kann man Adipositas  entgegen wirken? Zum einen durch konsequente Aufklärung – am besten  schon im Grundschulalter.  Gesunde Ernährung als Schulfach und eine  aktive Freizeitgestaltung mit viel Bewegung. Derzeit ist der Sport das  Schulfach, das am häufigsten ausfällt. Dabei empfiehlt die WHO  mindestens 30 Minuten moderate körperliche Bewegung an den meisten  Wochentagen. Das heißt: Weniger Playstation, mehr Sport!